Ostern in Lila

Lila ist als „Very Peri“ nicht nur die Pantone Trendfarbe 2022, sondern einfach auch wunderschön. Und das Beste: Dank den wertvollen sekundären Pflanzenstoffen namens Anthocyane kommt die Gute-Laune-Farbe in der Natur reichlich vor. In Blumen genauso wie in Früchten und Gemüse. Lila in verschiedenen Nuancen ist einfach perfekt, um Ihrem Ostertisch besondere kulinarische und optische Akzente zu verleihen.

Es muss nicht gleich alles lila sein, schon einzelne violette Farbtupfer genügen. Lila gefärbte Eier oder eine Acai-Bowl zum Frühstück, mit dunklem Balsamicoessig verfeinertes lila Möhrengemüse als Beilage zum klassischen Lammbraten, Heidelbeer-Cheesecake als dekorativer Blickfang für die österliche Kaffeetafel, Flammkuchen mit dunklen Trauben, roten Zwiebeln und Ziegenkäse zum Abendessen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, stöbern Sie im Internet nach lila Rezepten und stellen Sie Ihr ganz persönliches Lila-Laune-Ostermenü zusammen.

Wie aus lila Möhren orange wurden

Lila Möhren sieht man jetzt immer häufiger. Sie sind keine Erfindung von trendy Osterhasen, sondern die Rückzüchtung der ältesten Karottensorte überhaupt. Lila Möhren schmecken wunderbar süß und gelten mit ihren zusätzlichen Anthocyanen auch als besonders wertvoll. Die sekundären Pflanzenstoffe sorgen für die violette Farbe und weisen eine bunte Vielfalt an gesunden Eigenschaften auf. Schon die alten Griechen und Römer waren von den lila Möhren so überzeugt, dass sie diese sogar als Arzneimittel verwendeten. Warum die orange Variante dann doch bekannter wurde, ist einer Erzählung nach den Niederländern und ihrer Landesfarbe zu verdanken. Die orangen Karotten sollen dort im 17. Jahrhundert zu Ehren ihres damaligen Königs Wilhelm von Oranien gezüchtet worden sein, um ihm für seinen Unabhängigkeitskampf gegen Spanien zu danken.

Kandierte Veilchenblüten fürs Dessert

Die Zubereitung erfordert zwar etwas Zeit und Geduld, lohnt sich aber. Denn mit kandierten lila Veilchen wird jedes Vanilleeis, jede Creme brulée oder jede Panna cotta zum frühlingshaften Hingucker. Und zum Gaumenschmaus, denn die köstlichen Veilchen dürfen nach dem Sattsehen auch gegessen werden. Für die Zubereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können die Veilchen entweder mit Eiweiß kandieren oder aber vegan mit Gummi arabicum. Während Blüten mit Eiweiß kandiert sich nur etwa vier Tage halten, sind sie mit Gummi arabicum etwa vier Wochen haltbar. Wichtig ist nur, dass die Blüten luftdicht und an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Wer nicht das Glück hat, einen eigenen Garten oder Balkon mit Veilchen zu haben – wilde Veilchen blühen jetzt im Frühjahr auch in Laubwäldern und auf Wiesen. Allein der Anblick ist Balsam für die Seele, und davon können wir in Zeiten wie diesen gar nicht genug haben.

Zutaten für vegan kandierte Veilchenblüten:

Veilchenblüten in beliebiger Menge, 5 g Gummi arabicum-Pulver, 20 ml Wasser Feinzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

Das Gummi arabicum-Pulver unter Rühren vollständig in Wasser auflösen. Falls noch kleine Klümpchen zu sehen sind, die Flüssigkeit unter weiterem Umrühren leicht am Herd erwärmen und wieder abkühlen lassen. Anschließend jede Blüte mit der Flüssigkeit einpinseln (am besten am Stiel festhalten), mit Zucker bestreuen und vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Nun die Blüten im Backofen bei ca. 50 Grad Ober-/Unterhitze für 1-2 Stunden (je nach Ofenleistung) trocknen. Einen Kochlöffel in die Backofentür klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Regelmäßig kontrollieren, denn jeder Ofen ist anders. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Wo gibt es Gummi arabicum zu kaufen und was genau ist es eigentlich?

Gummi arabicum, auch bekannt als Akaziengummi oder Akazienfasern, finden Sie im Reformhaus oder in der Apotheke. Es ist rein pflanzlich und wird überwiegend in Afrika aus dem Harz von Akazienbäumen gewonnen. Die Gewinnung des Harzes gibt der lokalen Bevölkerung in der Sahel-Zone Arbeit und finanzielle Mittel und wirkt damit stabilisierend auf den sozio-ökonomischen Lebensrahmen der Menschen. Übrigens ist Gummi arabicum auch ein wertvoller Wirkstoff in dem Alsiroyal® Cistus Plus Infektblocker. Zusammen mit den Polyphenolen von Cistus creticus und der Holunderbeere hilft er, auf der Rachenschleimhaut eine Schutzbarriere gegen verschiedene Viren und Bakterien zu bilden.

„Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.“ Jean Paul

Wir wünschen Ihnen von Herzen ein frohes, friedvolles und erholsames Osterfest!

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